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Wassermuseum und Informationszentrum


Nach erfolgreicher Außenrenovierung und Instandsetzung des Turmes wird im Inneren ein Wassermuseum und Informationszentrum entstehen.


Nach erfolgreicher Außenrenovierung und Instandsetzung des Turmes wird im Inneren ein Wassermuseum und Informationszentrum entstehen. Dort werden exemplarisch Themenkreise behandelt, deren Zusammensetzung, Aufbereitung und Schwerpunkte im Laufe der Zeit angepasst werden.

Die räumliche Dimension erstreckt sich von lokalen über nationale zu globalen Themen, die zeitliche Dimension spannt den Bogen von der Industriellen Revolution (18./19. Jahrhundert) bis heute. Zielgruppe sind Menschen jeden Alters, wobei vor allem für jüngere Besucher eine museumspädagogische Aufbereitung der Schautafeln, Exponate und Experimentierobjekte geplant ist.

Wie geht es nun weiter?

Dass der Wasserturm gerettet, restauriert, renoviert und mit einem neuen Turmkopf versehen wurde, war ein wichtiger denkmalpflegerischer, historischer, touristischer und städtebaulicher Erfolg für Borkum.
Wie geht es nun weiter?
Der Verein Watertoorn Börkum e.V. folgt weiter der Grundidee: Wasser. Es geht nicht um das Seewasser, das reichlich um die Insel herum fließt. Es geht um den Schatz, auf dem Borkum sitzt: Trinkwasser. Der Wasserturm Borkum wird als Wassermuseum und Wasserinformationszentrum eine herausragende Bedeutung als kulturelle, wirtschaftliche und touristische Attraktion erlangen. Der Wasserturm in seiner neuen Funktion wird das Leben auf der Insel bereichern und weit über die Grenzen Borkums hinaus wirken. Entsprechend vergleichbare Stätten der Information über Wasser gibt es in Norddeutschland nicht. Um aber dieses Ziel zu erreichen, ist noch ein langer Atem nötig. Innerhalb von weniger als fünf Jahren ist es dem Verein Watertoorn Börkum e.V. mit viel Engagement und großer privater und öffentlicher Unterstützung gelungen, die erste Bauphase 2014 erfolgreich abzuschließen.

Die zweite Phase hat begonnen

Mit großer Seriosität und nicht geringerem Engagement der „Wassertürmer“ beginnt 2014 die zweite Phase. Mindestens 600.000 Euro sind für den nächsten Schritt aufzubringen.

Der Turm wird so hergerichtet, dass entsprechend den neuesten sicherheitstechnischen Gesichtspunkten der Betrieb eines Museums und Informationszentrums gewährleistet werden kann. Dabei geht es um den gesamten Innenausbau des Wasserturms. Es werden mehrere Galerien eingebaut, wobei jede Galerie durch ein komplettes bis zum Tank reichendes feuersicheres Treppenhaus erreicht werden kann. Fluchtwege, eine Entrauchungsanlage, die komplette Elektrotechnik und Klimatechnik werden eingebaut.

Ein zusätzliches Merkmal des Wasserturms wird ein kleines Watertoornhuuske neben dem Turm sein. Dabei hat der Verein Watertoorn Börkum e.V. an die Besucherinnen und Besucher mit besonderen Bedürfnissen gedacht. Viele Menschen mit körperlichen Handicaps können von hier aus den Turm über spezielle Monitore besichtigen. Ein Begleiter im Turm kommuniziert mit dem Betrachter im Watertoornhuuske. Ebenfalls werden in dem Huuske der erste Anlaufpunkt für Informationssuchende und die Besucher-WCs installiert.

Die dritte Phase

Die dritte Phase bringt die endgültige Verwirklichung des Ziels: die Einrichtung des Wassermuseums und Wasserinformationszentrums. Auf sechs Etagen wird das Thema Wasser museumspädagogisch, didaktisch und multimedial aufbereitet. Dabei wird es eine enge Zusammenarbeit mit den Borkumer Stadtwerken geben. Der Wasserturm wird viel mehr sein als „nur“ ein Museum: „Begreifen, schmecken, fühlen“ soll der Informationsansatz sein. Es gibt viele Ideen und die Pläne stoßen auf großes Interesse. Schulen und Universitäten sind an pädagogisch und wissenschaftlich aufbereiteten Informationen interessiert. Studienprojekte von Einzelpersonen bis hin zu Institutionen sind möglich. Das Thema Umweltpädagogik mit einem Blick über die Grenzen unserer Insel hinaus liegt geradezu auf der Hand.

I. Museum zur Geschichte der Wasserversorgung Borkums

  • Modelle der lokalen Wasserversorgung im Wandel der Zeiten, örtliche Geschichte der Wassergewinnung und -speicherung: Brunnen und Regenwasser­zisternen
  • Wasservorrat auf Borkum: Süßwasserlinsen (Lage/ Größe/ Schnitte der Linsen, hydrostatisches Zusammenspiel mit dem umgebenden Salz- und Brackwasser), Trinkwasserbrunnen
  • Wasserwerk: Geschichte, Bedeutung, Aufgaben
  • Wasserturm: Funktion, Baustil, Baukonstruktion, Statik, Hängeboden -Wasserbehälter
  • Wasserbewirtschaftung auf der Insel heute: Wasserschutzgebiete, Gewinnung, Speicherung, Aufbereitung, Güte, Verbrauch, Entwässerung, Abwassersystem,Kläranlagen

II. Grundwissen zum Wasser

  • Wasserkreislauf, Trinkwasser, Brauchwasser, physikalische und chemische Eigenschaften des Wassers, Gewässerschutz

III. Wasser als weltweite Ressource und Lebensraum

  • Global ungleiche Verteilung (Wasserknappheit und Wasserüberschuss), Klimaeinwirkungen auf den globalen Wasserhaushalt, Wasserverschmutzung
  • Ökologisch, wirtschaftlich und sozial verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Wasser, Wasserproduktivität (Wasser und Landwirtschaft, Wasser und Industrie)
  • Trinkwasserversorgung und Abwassersysteme, Hygiene und Gesundheit, demografischer Übergang (Säuglings- und Kindersterblichkeit) in historischer Perspektive (Europa) und aktuell in den ärmeren Ländern mit hohem Bevölkerungswachstum.

Der Watertoorn Börkum e.V.

Mit dem Ziel, den Turm als ortsprägendes Baudenkmal zu erhalten und der Öffentlichkeit als Wassermuseum zugänglich zu machen, schlossen sich engagierte Borkumerinnen und Borkumer 2007 im gemeinnützigen Verein Watertoorn Börkum e.V. zusammen und widmen sich seitdem dessen Sanierung und Ausbau.